Tsitsikamma National Park

Garden Route


Tsitsikamma, die Küste
Weit im Süden des Landes findet man einen Landstrich, der ungefähr zwischen Humansdorp im Osten und George im Westen liegt und in einem ansonsten trockenen Land mit relativ vielen Niederschlägen gesegnet ist. Im Norden liegen die Outeniqua Berge und im Süden der Indische Ozean. Dieser Landstrich erhält sowohl den „Winterregen“ vom Kap, als auch den „Sommerregen“ vom Osten her. Die Ureinwohner hier im Süden, die Khoikhoi (Früher von den ersten europäischen Siedlern „Hottentotten“ genannt), nannten diesen Landstrich „Tsitsikamma“, was auf Deutsch soviel heisst wie „viel klares Wasser“. Begründet auf diesen Wasserreichtum ist hier ein Urwald grosser Dichte und Vielfältigkeit entstanden.

Tsitsikamma, die Skietklip
Eine Vielzahl kleinerer Flüsse haben tiefe Schluchten entstehen lassen und kennen nur eine Richtung: Von Nord nach Süd.
Die Sprache der Khoikhoi gibt es leider nicht mehr, der Name Tsitsikamma hat sich aber über die Jahrhunderte gehalten.
Die ersten europäischen Siedler begannen den Holzreichtum zu nutzen und das Land in Waldplantagen und Farmen umzuwandeln. Der ursprünglichen Urwald mit seinen riesigen Exemplaren an Gelb- und Stinkholzbäumen ist geschrumpft. Zum Schutz der letzten Reste wurde 1964 der Tsitsikamma National Park 1964 gegründet, der heutzutage ein 80 Kilometer langer Küstenstreifen zwischen Nature's Valley und der Mündung des Storms River ist und auch 1 km weit ins Meer reicht. Der Streifen an Land ist bis zu 5 km breit.

Tsitsikamma, Salt River Mündung
Die Küstenlinie ist teilweise steil, meist zerklüftet und bietet einen „Schatz” an Meereslebewesen. Im Tsitsikamma Reservat erwartet den Besucher eine weitgehend unberührte und intakte Naturlandschaft. Touristisch gesehen ist Tsitsikamma ein Teil der Garden Route, die man sich nicht als „Blumengarten“ vorstellen muss, sondern als einen sehr schönen grünen Landstrich. Für die Südafrikaner, wenn Sie aus dem z.T. sehr trockenen Inland (Z.B. der Karoo) kommen, ist es eben ein Garten, deshalb „Garden Route“.

Tsitsikamma, die Skietklip
Zwei ausgedehnte Wanderrouten mit mehreren Übernachtungsmöglichkeiten wurden im Reservat angelegt - der Ottertrail von 48 km Länge und der Tsitsikamma Trail von 72 km Länge - auf denen der kundige Wanderer die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt kennenlernen kann. Dazu gehören auch die über 800 Jahre alten Exemplare der Yellowwood-Bäume.
In diesem Park findet man noch die ursprüngliche Küstenvegetation wie Sie früher wohl in weiten Bereichen der Küste zu finden war. Hohe alte Yellowwood- und Stinkwoodbäume, Gräser und Farne. Neben einer reichhaltigen Vogelwelt sind auch kleinere Säugetierarten zu beobachten, vor allem die possierlichen Klippschliefer (Dassies), die oft in Strandnähe grasen.

Tsitsikamma, Salt River Mündung
Des weiteren leben hier Delfine, die man oft im Meer über die Wellen springen sehen kann, den “African Black Oystercatcher”, eine Vogelart die direkt an der Küste lebt und in Südafrika leider auf der roten Liste bedrohter Arten steht. Mehrere Paare dieser Vogelart nisten im Reservat. Der Knysna Lourie lebt entlang der gesamten Küste, ist etwa taubengross, hat ein herrliches grünes Gefieder und rote Flecken am und einen weiß-schwarzen Kamm auf dem Kopf. Der „Cape Clawless Otter“ ist ein sehr scheues Tier und geht an der Küste und in den Flüssen auf die Krabbenjagd. Der „Blue Duiker“ (Blauer Ducker) ist eine kleine Antilopenart und lebt überall im dichten Wald. Zwischen Juni und November kann man hier sogar Wale sehen, die zum Kalben an die Küsten kommen. Wanderungen in diesem Park sind ein Erlebnis. Die Wanderung zur Mündung des Storms Rivier ist wirklich ein „Muß“.

Tsitsikamma, die Skietklip
Kurze Spazierwege führen zur Hängebrücke an der Mündung des Storms River und zu dem berühmten „Schiessklipp“ - ein Fels im Meer, der ungewöhnlich hohe, laut donnernde Brandungswellen verursacht. Die Brandungsküste ist spektakulär und sehr sehenswert. Sie finden eine komfortable Ferienanlage mit Campingplatz und Blockhütten direkt am Meer vor. Das Rastlager liegt nahe der Mündung des Storms River. In allen Hütten des Rastlagers sind Besteck, Geschirr, Kochtöpfe, Badehandtücher, Seife und Bettwäsche vorhanden. Bringen Sie aber bitte Ihre eigenen Handtücher für den Strand und das Schwimmen mit. Im Rastlager befindet sich ein kleines Geschäft, wo Sie sich mit Essen versorgen können, sowie ein Restaurant und eine Münzenwäscherei. Benzin ist in Storms River Bridge erhältlich.

Das Eingangstor zum Park ist von 6.00h bis 21.00h geöffnet.








© Bilder auf dieser Seite: Jürgen Fahlert / Olifants

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