Himba

Kaokoveld / Kaokoland / Kunene Region


Die Himba gehören zu der grossen afrikanischen Völkergemeinschaft der Bantu. Die gemeinsamen Vorfahren der heutigen Himba und Herero wanderten im 15./16.Jahrhundert aus dem heutigen Botswana in das heutige Namibia. Sie lebten als nomadische Jäger und Sammler im Nordwesten Namibias, im Kaokoland am Kunene (zwischen den ehemaligen Homelands Ovamboland und Damaraland). Bedingt durch die räumliche Trennung und die spätere Missionierung der übrigen Herero und deren kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Nama kam es zu einer getrennten Entwicklung von Himbas und Hereros. Die christianisierten Hereros im Hereroland (im Umland von Okahandja, Windhoek und Otjimbingwe) unterschieden sich alsbald durch ihre Kleidung (die von der Ehefrau des Missionars Carl Hugo Hahn "erfundene", der viktorianischen Zeit entlehnte Hererotracht der Frauen hat hier ihren Ursprung) von ihren "heidnischen" Brüdern und Schwestern im Kaokoveld und betrachteten diese bald als zweitklassige Hereros, was die Trennung beschleunigte und vertiefte. Im 19. Jahrhundert wurden Himba Opfer von Raubzügen der Herero und Nama aus dem Süden und gerieten außerdem in den Krieg der deutschen Kolonialherren mit den Herero (1904). Viele der Himba flohen deshalb nach Angola und suchten Schutz unter der damaligen portugiesischen Kolonialmacht.
Himba Ovahimba
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Himba Ovahimba
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Himba Ovahimba
Himba Ovahimba
Himba Ovahimba
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Nachdem die damalige Union von Südafrika 1920 vom Völkerbund das Mandat über das damalige Südwestafrika zugesprochen bekam, wies die Mandatsmacht Südafrika den Himba im sogenannten Homeland Kaokoveld ein Reservat zu und die Überfälle wurden unterbunden.
In den achtziger Jahren des 20. Jahrhundert litten die Himba unter einer extremen Dürre, wodurch sie etwa zwei Drittel ihres Viehbestandes verloren haben (Ca. 125.000 Tiere). Viele der Himba - Männer ließen sich damals deshalb von der südafrikanischen Armee anwerben, die im Süden von Angola die Swapo bekämpfte, die sich für die Unabhängigkeit Namibias eingesetzt hatte.
Mit Beginn der Unabhängigkeit Namibias profitierte das Land auch von einer längeren Periode guter Regenfälle und die Viehbestände der Himba wuchsen wieder an.
Die Himba (Schätzungsweise 8.500 Menschen) leben auch heute noch vergleichsweise unberührt von der europäischen Zivilisation als nomadisierende Viehzüchter, Jäger und Sammler, vor allem im Kaokoveld, aber auch auf der angolanischen Seite des Kunene. Sie leben ohne Ausweispapiere und sonstige Urkunden in materiell extrem einfachen Verhältnissen. Wohlhabend im herkömmlichen Sinn war dieser Bantu-Stamm nie.
Himba Ovahimba
Himba Ovahimba
Himba Ovahimba
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Himba Ovahimba
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Himba Ovahimba
Himba Ovahimba
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Seit einigen Jahren bedroht nun das Projekt eines gewaltigen Stausees am Kunene und die damit verbundene Überschwemmung ihres Landes die Himbabevölkerung. Die Kultur der Himba kann darüber hinaus durch Tourismus und Verkehrserschließungen überfordert werden. Auf längere Sicht werden die Himba ihre bisherige Lebensweise und Kultur kaum aufrecht erhalten können. Es bleibt zu hoffen, dass sie dann nicht das Schicksal anderer Eingeborenenvölker teilen: der Lethargie, Prostitution, dem Alkohol und der sozialen Desintegration. Die Bekleidung der Himba - sowohl die der Männer wie die der Frauen - beschränkt sich auf im Wesentlichen auf knappe Lendenschurze aus Ziegenleder und meist selbst angefertigte Sandalen (aus Kuhleder oder aus Autoreifen).
Eine sehr große Bedeutung haben bei ihnen Haartracht und Schmuck. Die Haartracht bei den Frauen ist sehr aufwendig und wirkt auf dem ersten Blick äußerst exotisches – erotisch. Die Frisuren künden vom sozialen Stand einer Person und gibt Auskunft über das Alter. Mädchen tragen ihr Haar in zwei zur Stirn gerichteten Zöpfen, doch sobald sie in die Pubertät kommen und zu den Frauen gehören, werden ihre Haare mit Lehm zu vielen kleinen Zöpfen geflochten und mit Leder und Perlen aus Eisen (gehämmerte Muttern) geschmückt. Sehr beliebt sind bei den Frauen dicke Kupfer- oder/und Eisenreifen um die Waden und Unterarme.

© Bilder auf dieser Seite: Jürgen Fahlert / Olifants

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