Sesriem
NamibRand Naturreservat / Hardap Region
Über Jahrtausende hat der Tsauchab Revier eine Schlucht in die ansonsten flache Landschaft gegraben. Er beginnt im Osten etwa handbreit und weitet sich dann gen Westen langsam. Nach etwa 1 km bildet er bereits ein (meist) trockenes Flussbett. Während der normalerweise trockene Tsauchab (er fließt nur selten) "abkommt", oder nach den seltenen Regenfällen bilden sich am Grund der etwa 30 - 40 m tiefen Schlucht oft Tümpel, an denen sich dann Tiere zur Tränke einfinden. Die ersten europäischen Siedler mussten sechs Ochsenwagenriemen (Afrikaans: ses riem) zusammenbinden, um das Wasser von den Tümpeln hochziehen zu können. Sich durch das Felsgestein schneidend, hat das Rivier einen tiefen Canyon geschaffen.Von seinem Auffanggebiet oben in den Bergen fließt der Tsauchab westwärts und endet im Sossusvlei. Die hohen Wände des Canyons legen sichtlich Zeugnis über die Geschichte dieser Region ab. Fossile wurden bisher nicht gefunden, es ist aber gut möglich, dass es welche gibt.
Zwei sehr ähnliche Arten Schwarzkäfer leben gemeinsam auf dem sandigen Grund des Canyons. Guineatauben, mit deutlich rotem Kreis um die gelben Augen, sind häufig ruhend auf den hohen Kanten des Canyon zu sehen. Ein oft anzutreffender Bewohner ist der Bergstar, ein ziemlich großer, schwarzer, schlanker Star mit nur im Flug erkennbaren weißen Flügelspitzen.
Der Canyon stellt mit seinen Löchern und Rissen einen Lebensraum für noch viele andere Tiere dar.
Schatten verschafft hauptsächlich der Kameldornbaum. Gelegentlich ziehen ein paar Gemsböcke durch die Gegend. Auch Springböcke sind anzutreffen. Sand und Pflanzenreste werden an niedrigen Büschen und Grasbüscheln angeweht und bilden so eine Heimat für eine Kleingemeinschaft verschiedener Tiere. Vögel, Eidechsen, Schlangen, Skorpione, Geckos und viele Insekten leben hier.
![]() Der Canyon öffnet sich abrupt mit steilen Wänden. Hier ist äusserste Vorsicht geboten |
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![]() Blick in den Sesriem Canyon |
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![]() Es gibt ein paar Stellen, an denen man ganz gut hinunter auf den Boden des Canyons kommt. |
![]() Man kann hier herrlich lang wandern |
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![]() Wasser in diesen Mengen findet man hier nur selten |
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![]() Die folgenden Aufnahmen entstanden etwa 2 - 3 km vom Beginn der Schlucht entfernt |
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© Bilder auf dieser Seite: , Jürgen Fahlert / Olifants


















