Lower Zambezi National Park

Zambia



Lower Zambezi National Park am Zambezi
Abenddstimmung im Park



Der Zambezi ist im Park der bestimmende Faktor
für Flora und Fauna. Sein immer neu wechselnder
Lauf ändert die Ufer, schafft neue Inseln und
Lebensräume.  Während der Trockenzeit ist er die
einzige Möglichkeit für Mensch und Tier an Wasser
zu kommen.
Der Lower Zambezi National Park liegt im Südosten des Landes, ist Zambias neuester Park und noch wenig entwickelt, worin aber auch seine Vorzügige bestehen. Viele Gebiete sind noch so gut wie unberührt. Erst 1983 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts war der Park eher vernachlässigt und ziemlich unbekannt. Die ursprünglichen Einwohner waren die Nsenga und die Goba (die Flussmenschen), die das Gebiet wegen der damals hier noch vorkommenden Schlafkrankheit verlassen haben.
Der Artenreichtum der Tiere ist hier nicht so groß wie in anderen großflächigen Reservaten, aber die Möglichkeiten an die Tierwanderungen zu und von den Flussarmen sind unglaublich gut. Der Park erstreckt auf einer Länge von 120 km vom Chongwe Fluss bis fast zum Luangwa entlang des Zambezi und hat eine maximale Breite von etwa 40 km. Seine Gesamtgröße beträgt 4092 km.
Die Ufer des Zambezi sind teilweise sehr steil und haben einen dichten, hohen Baumbestand. Weiter im Inland befinden sich verschiedene Überschwemmungsgebiete, die umrandet sind mit Mopane –und Winterthorn – Bäumen. Weiter im Norden wird das Gebiet vom Zambezi Escarpment begrenzt, dessen hohe bewaldete Berge für die meisten im Park lebenden Tiere eine natürliche Barriere darstellen.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Parks (Zumindest beim westlichen Teil) befindet sich der berühmte
Mana Pools Nationalpark in Zimbabwe. Der hier bis zu 2 km breite Zambezi zieht viele Tiere an, die auch während der Trockenzeit durch den nur noch flachen Fluss ziehen. So sind denn auch die Möglichkeiten, Tiere nicht nur zu Lande vom offenen Allradfahrzeug zu sehen, sondern auch zu Wasser vom Kanu oder Boot aus zu beobachten geradezu hervorragend. Es gibt Löwen, Zebras, Leoparden, Elefanten, Herden von Büffeln, Flusspferde und über 300 Vogelspezies. Mit seinen riesigen Baobabbäumen (Affenbrotbäumen, die so aussehen, als ragten die Wurzeln in die Luft) und Akazien bietet der Park ideale Voraussetzungen für eine typisch afrikanische Safari.


Die Aufnahmen entstanden Mitte Mai und
wie man am oberen Bild erkennen kann, ist der
Wasserspiegel schon um ca. 2 m gesunken. 
An vielen Stellen war schon der Grund zu sehen.
Per Linien- oder Charterflug ist der Park über den Jeki Airstrip im Nationalpark und den Royal Zambezi Airstrip westlich davon erreichbar. Schon beim Anflug haben Sie einen tollen Blick auf die unter Ihnen liegende Wasser- und Festlandschaft. Es ist auch möglich, zum Beispiel per Boot auf dem Zambezi anzureisen, so dass Sie gleich die Wasserlandschaft erkunden können. Eine Anreise per PKW ist grundsätzlich möglich, aber für den „Normalreisenden“ mit nur wenigen Übernachtungen überhaupt nicht sinnvoll. Auch sind die Straßenverhältnisse schlecht.
Es gibt verschiedene
Lodges / Camps im Lower Zambezi Nationalpark, die sich meist alle am Zambezi - Ufer befinden. Alle Unterkünfte bieten u. a. an: Pirschfahrten, Walking Safaris, Sundowner Bootsfahrten, sowie Kanusafaris auf dem Zambezi an - eine ganz besondere Art der Tierbeobachtung, da Sie den Tieren erstaunlich nahe kommen können und somit beste Beobachtungsmöglichkeiten haben.
Zu den Lodgen gehören:
Chiawa Lodge, Kasaka River Lodge, Kanyema Lodge, Sausage Tree Camp, Kulefu Tented Camp, Royal Zambezi Lodge, Mtondo River Camp, Shafumbi Mountain Camp, Ana Tree Lodge, Mvuu Tented Lodge.
Als
beste Reisezeit gelten Juni bis September. Die Tiersichtungen sind im Mai noch nicht ganz so gut, wobei aber die Temperaturen am vorteilhaftesten sind. Die Monate Oktober und November können bis hin zum Beginn der Regenzeit sehr warm werden, sind aber für Tiersichtungen hervorragend. Die meisten Camps sind zwischen April bis November geöffnet.



Der Büffel stand auf einer flachen Insel. Wir waren
mit dem Boot etwa 30 m von ihm entfernt.


Das Landschaftsbild des Parks wird bestimmt von dichtem
Busch, offenen Grasflächen und kleine Seen, bzw. tote
Nebenarme des Zambezi,  die im Winter fast alle
austrocknen. Charakteristisch sind die hohen Lalapalmen
und Baobab-Bäume. 



Ein sogenannter "Falscher Baobab" zu sehen.
Sieht aber auch sehr hübsch aus.


Das Tierleben im Reservat. Leoparden und das hier
lebende Grevy's Zebra haben wir leider nicht gesehen,
dafür aber auf einer Nachtfahrt Honigdachse
(Eine Sensation, weil nachtaktiv, selten und scheu) und
einen männlichen Löwen, der mit viel Gebrüll auf der
Suche nach seinen Weibchen neben dem Wagen
hergelaufen ist. Leider war beides nichts für´s Fotografieren.


Idyllisches Beisammensein am frühen Morgen





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© Bilder auf dieser Seite: Jürgen Fahlert / Olifants Tours & Safaris